Zusammensetzung der Joint Parliamentary Peer Group (JPPG)

Die Peer Group besteht aus vier Abgeordneten aus dem sambischen Parlament und vier Abgeordneten aus dem österreichischen Parlament. Die Abgeordneten werden sich im Rahmen des Parlamentarischen NordSüdDialogs mit den Herausforderungen und der Umsetzung des Nachhaltigen Entwicklungszieles 4 (Sustainable Development Goal, SDG 4) in den jeweiligen Ländern beschäftigen. Der Austausch auf bilateraler Ebene ist dabei eine bereichernde Erfahrung und soll dabei unterstützen, die nationalen Rahmenbedingungen für eine "inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle" zu gewährleisten bzw. zu fördern.

Mitglieder der Peer Gruppe:

SAMBIA:

MP P. C. MWACHINGWELE, Chairperson, Committee on Education, Science and Technology

MP G. K. MWAMBA, Committee on Education, Science and Technology

MP J. K. CHANDA, Chairperson Committee on Health, Community Development and Social Services

MP C. K. KALILA, Chairperson Interim Caucus on SDGs

ÖSTERREICH:

Abg.z.NR Nico MARCHETTI, Schriftführer im Wissenschaftsausschuss und Mitglied im Unterrichtsausschuss

Abg.z.NR Eva-Maria HOLZLEITNER, Mitglied im Ausschuss für Familie und Jugend und im Wissenschaftsausschuss

Abg.z.NR Stephanie KRISPER, Obfraustellvertreterin im Entwicklungspolitischen Unterausschuss

Abg.z.NR Stephanie COX, Mitglied im Unterrichtsausschuss

 

 

Abg.z.NR Nico Marchetti

©Marchetti

Durch die voranschreitende Digitalisierung ist es immer einfacher, Ländergrenzen zu überwinden. Die neuen Kommunikationskanäle ermöglichen Kontakte kreuz und quer über den Globus. Es ist mir wichtig, diese Chance auch bewusst und zielgerichtet zu nutzen. Der persönliche Austausch ist dadurch aber natürlich nicht zu ersetzen.

Der Parlamentarische NordSüdDialog ist genau so eine Möglichkeit. Ich freue mich sehr auf den Austausch von Erfahrungen, voneinander zu lernen und den Horizont zu erweitern. Meine Passion ist Bildungspolitik und in dem Zusammenhang auch Politische Bildung. Ich bin schon gespannt, Sambias Zugang zu diesen Themen und ihr parlamentarischen Systems vor Ort kennenlernen zu dürfen. Die Sustainable Development Goals gemeinsam voranzutreiben und uns gegenseitig dabei zu unterstützen ist eine sinnvolle Sache, hinter der ich zu 100% stehe. Denn viele der großen Herausforderungen unserer Zukunft kennen keine Grenzen und können nur international gelöst werden.

Ihr,

Nico Marchetti

 

 

Abg.z.NR Eva-Maria Holzleitner

©Sibrawa

Der Dialog gehört zum Grundwerkzeug in der Politik – nicht nur im eigenen Parlament, sondern auch über die Ländergrenzen hinaus. Die Joint Parliamentary Peer Group setzt genau hier an und gibt uns Abgeordneten die Möglichkeit des Austauschs. Als parlamentarisches Team dürfen wir an der Umsetzung der ausgewählten SDGs 4 (hochwertige Bildung für alle), 16 (starke, inklusive Institutionen) und 3.7 (Bildung zu sexuellen und reproduktiven Rechten) arbeiten – Ziele, die für unsere gesellschaftliche Entwicklung zukunftsweisend sind.

Demokratievermittlung spielt im Parlamentarischen NordSüdDialog eine zentrale Rolle. Ich freue mich, ein Teil davon zu sein, denn als Kinder- und Jugendsprecherin ist es mir besonders wichtig, Vermittlerin zu sein - sowie die Ergebnisse und Themen weiter zu transportieren. Die Demokratie lebt durch und mit den Bürgerinnen und Bürgern, weshalb mir junge Teilhabe ein dingliches Anliegen ist. Junge Teilhabe heißt, Menschen nicht nur für Politik zu interessieren, sondern auch zu verstehen und zu begeistern - gemeinsame Gestaltung möglich machen.

Durch den Austausch, nicht nur auf politischer Ebene, wird es möglich gemacht, voneinander zu lernen, gemeinsam Lösungsansätze zu suchen und Konzepte auszuarbeiten. Es ist unsere Aufgabe, eine ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit in der Politik und tagtäglichen Arbeit einzufordern.

Ihre,

Eva-Maria Holzleitner

 

 

Abg.z.NR Stephanie Cox

©PD/SIMONIS

Heutzutage müssen sich die Regierungen jedes Landes folgende Frage stellen: Welche Kompetenzen müssen wir unseren Kindern mitgeben, damit sie für das digitale und globale Zeitalter gerüstet sind? Durch den technischen Fortschritt wird sich die Bildung in Zukunft verändern müssen. Es wird nicht nur eine Verschiebung beim Erwerb von Kompetenzen – weniger spezifisches Fachwissen, mehr digitale und soziale Kompetenzen – geben. Sondern durch den Einsatz von digitalen Technologien wird sich auch die Gestaltung des Unterrichts verändern. Das bietet in Österreich, aber gerade auch in Entwicklungsländern große Chancen: technische Hilfsmittel können die Wissensvermittlung enorm erleichtern, Lernende und Lehrer_innen miteinander vernetzen und das Wissen erreicht sogar dezentrale und abgelegenere Regionen.

Als Start-Up-Expertin und Moderatorin war ich international viel unterwegs und weiß, welches enorme Innovationspotenzial der Austausch mit Personen aus anderen Ländern hat. Mein Schwerpunkt im Austausch mit den Abgeordneten aus Sambia wird darauf liegen, inwiefern digitale Hilfsmittel im Bildungsbereich ein entscheidender Entwicklungsmotor sein kann – für Österreich und für Sambia.

Ihre,

Stephanie Cox

 

 

21. Februar 2018 - Arbeitsgespräch in Lusaka

©Kepplinger/PNSD

In zwei Arbeitsgeprächen zwischen den sambischen Mitgliedern der JPPG, Vertreter_innen des Parliamentary Reforms Programme Department der National Assembly of Zambia und der Projektkoordinatorin Jutta Kepplinger wurden die Ziele und Inhalte des INDABA im sambischen Parlament definiert. Der Titel der Veranstaltung ist "Job creation for our Zambian Youth - from challenges to action".

Der Ausschuss für Jugend, Sport und Kinder des sambischen Parlaments arbeitet derzeit an einem Bericht über Judendarbeitslosigkeit in Sambia. Dieser soll im Juni 2018 präsentiert werden und kann als Referenzrahmen für die INDABA genutzt werden.

7. bis 13. Mai 2017 - Besuch der sambischen Abgeordneten der JPPG

©Kepplinger/PNSD

Die vier sambischen Abgeordneten der Joint Parliamentary Peer Group (JPPG) konnten sich während ihres Besuchs ein umfassendes Bild über die politische und administrative Funktionsweise des österreichischen Parlaments sowie über zahlreiche Aspekte, die im Zusammenhang mit dem SDG 4 stehen, machen. Auf dem Programm standen eine Parlamentstour, die Einführung in den legislativen Prozess in Österreich, eine Präsentation über die Kommunikation zwischen dem Parlament und der österreichischen Bevölkerung und über die demokratiepolitische Bildung von Kindern und Jugendlichen, u.a. auch der Besuch und die aktive Partizipation der sieben Abgeordneten der JPPG in der DemokratieWerkstatt mit einer Schüler_innengruppe aus Oberösterreich.

Im Mittelpunkt des Programmes stand jedoch der Austausch mit zahlreichen Organisationen und Institutionen in Wien, Ober- und Niederösterreich, die sich mit den von der JPPG behandelten SDG Unterzielen beschäftigen. Zentrale Inhalte waren jeweils die duale Ausbildung sowie reproduktive und sexuelle Gesundheit und Bildung in Österreich. Besucht wurden u.a. die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF), der Lehrbetrieb Technologiezentrum von Jugend am Werk, die NGO Selbstlaut (Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder), die Berufsschule Längenfeldgasse, das Salzkammergut Klinikum (Universitätslehrkrankenhaus), das Landeskrankenhaus Gmunden, die Energie AG in Gmunden (Wasser und Solarenergie), sowie die landwirtschaftliche Berufs- und Fachschule Gießhübel. Die Abgeordneten aus Sambia wurden jeweils von der Projektleiterin sowie einer/m österreichischen JPPG Abgeordneten begleitet und zeigten sich äußerst interessiert an den unterschiedlichen Angeboten, die Österreich zur Erreichung seiner nationalen (Aus)Bildungsziele etabliert hat.

In einem gemeinsamen Workshop wurden zudem konkrete Ziele und Kommunikationsstrukturen für die zukünftige Kooperation der JPPG erarbeitet.

>>> Fotogallerie

© Parlamentarischer NordSüdDialog 2014

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