Sehr geehrte Damen und Herren!

©Petra Spiola

Dank des Parlamentarischen NordSüdDialogs gelingt es immer wieder, entwicklungspolitische Themen auch außerhalb des EZA-Unterausschusses zu behandeln. Das ist wichtig und richtig, weil viele Materien anderer Politikbereiche entwicklungspolitisch relevant sind: Im Finanzausschuss debattieren Abgeordnete das IFI-Gesetz, also jene gesetzliche Grundlage, die die regelmäßige Dotierung der internationalen Finanzinstitutionen wie die Weltbank oder den Währungsfonds sichert. Der Justizausschuss beschäftigt sich mit der NFI Richtlinie, die Offenlegungspflichten zu Nachhaltigkeitsbelangen für Unternehmen regelt, der Sportausschuss behandelt das Einhalten von Menschenrechten bei Sportgroßveranstaltungen wie Olympischen Spielen oder Fußballweltmeisterschaften. All die genannten Themen sind von entwicklungspolitischer Relevanz, auch wenn sie nicht im EZA-Unterausschuss behandelt werden.

Durch den Parlamentarischen NordSüdDialog und AWEPA gelingt es, Bewusstsein zu schaffen, dass Entwicklungspolitik auch in anderen Ausschüssen als dem entwicklungspolitischen Unterausschuss gemacht wird. Darüber hinaus werden durch die Partnerschaft mit dem sambischen Parlament immer wieder Zusammentreffen und Begegnungen ermöglicht, die Verständnis für Entwicklungsländer schaffen. Zwischen den beiden Parlamenten gibt es die Übereinkunft, dass zu Sexualitätserziehung, Berufsbildung und politischer Bildung in den kommenden Jahren kooperiert werden soll.

Entwicklungspolitik ist ein breites Thema, eine klassische Querschnittsmaterie, ein Politikfeld, in dem Kohärenz von vielen verschiedenen Themenbereichen essentiell ist. Daher ist es wichtig, viele engagierte Mitstreiter_innen unter den österreichischen Parlamentarier_innen zu haben, ganz egal wo ihre Schwerpunkte liegen.

 

Ihre

Petra Bayr

Vorsitzende der AWEPA Sektion Österreich 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

© Christian Müller

In einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit afrikanischen Parlamenten müssen konkrete Maßnahmen zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten gesetzt werden. Wichtig dabei sind Partizipationsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft, besonders von Frauen und Menschen mit Behinderung, zu schaffen. Nur durch die Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen kann eine nachhaltige und menschenwürdige Entwicklung stattfinden. Die Partnerländer müssen ihre Entwicklungsprozesse selbst steuern und verantworten können,  der Erfahrungsaustausch zwischen europäischen und afrikanischen Parlamenten kann hier eine wichtige Stütze sein. Langfristige Zusammenarbeit und der Dialog auf Augenhöhe sind zentrale Vorraussetzungen für eine effektive Entwicklungspolitik. Als stellvertretender Vorsitzender der AWEPA-Sektion im österreichischen Parlament ist es mir ein wichtiges Anliegen, das entwicklungspolitische Bewusstsein der Nationalratsabgeordneten und den produktiven Dialog zwischen den Parlamenten zu fördern.

 

Ihr

Franz-Joseph Huainigg

stellvtr. Vorsitzender der AWEPA Sektion Österreich 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

© PD/PHOTO SIMONIS

In keinem anderen europäischen Land ist die staatliche Entwicklungszusammenarbeit so gering dotiert, während die positive Zustimmung der Gesellschaft und die Spendenfreudigkeit für die Ärmsten der Armen so groß ist. Diese Diskrepanz macht Österreich zu einem der Schlusslichter der internationalen Solidarität in Europa. Wenn der Staat beginnt, ausschließlich auf unternehmerische Initiativen und private Geber_innen zu setzen, kann die Verantwortung zur Armutsbekämpfung und Unterstützung von demokratischen Entwicklungen für Friede und Sicherheit nicht aufrecht erhalten bleiben. Entwicklungspolitik braucht Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit, Strategie und budgetäre Absicherung.

 

Ihre

Tanja Windbüchler-Souschill

stellvtr. Vorsitzende der AWEPA Sektion Österreich 

 

 

© Parlamentarischer NordSüdDialog 2014

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