40 years after the Soweto Youth Uprising

©Kepplinger/PNSD

AWEPA Mitglied Gerda Weichsler-Hauer lud gemeinsam mit dem Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika (SADOCC) am 22. November 2016 zu einem Vortrag zum Thema “40 years after the Soweto Youth Uprising - What the anniversary means for South Africa today“ in das Pressezentrum Altes Rathaus in Linz.

Als Jugendliche nahm Carol Dyantyi am 16. Juni 1976 am ersten Protestmarsch der Schüler_innen von Soweto gegen die repressive Bildungspolitik des damaligen Apartheidregimes teil. Dieser forderte zahlreiche Todesopfer und führte zu lange andauernden, landesweiten Protestaktionen. Der UN-Sicherheitsrat reagierte 1976 mit der Resolution 392, worin die Regierung Südafrikas wegen ihres unverhältnismäßigen Vorgehens bei den Unruhen in Soweto scharf kritisiert und zur Aufhebung des Apartheidsystems aufgefordert wurde.  Bei ihrem Vortrag blickte Carol Dyantyi zurück auf diese historische Konfrontation und ihre politischen Auswirkungen bis heute. Warum sind die Jugendlichen damals marschiert? Was waren Ihre persönlichen Beweggründe? Was von den Forderungen der zornigen Schülerinnen und Schüler wurde umgesetzt? Was ist noch offen? Wie hat sich insbesondere die Situation der Jugend im heutigen Südafrika verändert – was sind ihre Lebensperspektiven?

Carol Dyantyi, Jahrgang 1956, konnte aufgrund des Soweto-Austandes ihre Schulabschlussprüfung nicht machen. Mittlerweile hat sie nicht nur ihre fünf Kinder großgezogen, sondern den Abschluss nachgeholt und Diplome in Hotel-Management und Community Development erworben. 2003 gründete sie die NGO IKAGENG, die AIDS-Waisen und andere benachteiligte Kinder und Jugendliche in Soweto unterstützt.

Am 23. November besuchten Walter Sauer vom SADOCC und Frau Dyantyi gemeinsam mit PNSD Projektleiterin Jutta Kepplinger die 8A Maturaklasse des Stiftsgymansium Wilhering und gestalteten 2 Unterrichtsstunden.

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30. November bis 12. Dezember 2015 - Klimakonferenz in Paris

© Weninger

Abg.z.NR Hannes Weninger, Mitglied der AWEPA Sektion Österreich, nahm als Delegierter am Pariser Klimagipfel teil.

An die UN-Klimakonferenz von Paris (COP21) wurden enorm hohe Ansprüche gesetzt. „Wir stehen vor der großen politischen Verpflichtung, das Versagen des aktuellen Entwicklungsmodells neu zu überdenken und zu korrigieren“, forderte beispielsweise Papst Franziskus und appellierte an die Delegierten „alles daran zu setzen, zu einem guten Ergebnis zu kommen...“. Nicht minder eindringlich und erwartungsvoll forderten Staats- und Regierungschefs, Wissenschaft und Umweltorganisationen ein ambitioniertes, globales und verbindliches Klimaabkommen mit dem Ziel, den Anstieg der Erderwärmung mit zwei Grad zu begrenzen und den Schwellen- und Entwicklungsländern finanziell und technologisch bei der Bewältigung der Energiewende und den Folgen des Klimawandels unter die Arme zu greifen.

Die anhaltenden Standing Ovations nach der einstimmigen Annahme des Klimavertrages spiegelte auch die Erleichterung der Delegierten wider, tatsächlich eine Einigung erreicht zu haben - noch dazu eine recht ambitionierte. Das Abkommen ist das erste Vertragswerk, in dem alle Staaten eigene Beiträge im Kampf gegen die Erderwärmung zusagen. Diese soll auf „deutlich unter zwei Grad“ begrenzt werden, möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Politisch wurde das 1,5-Grad-Ziel vor allem von den ärmsten und vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern gefordert. "Durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse wissen wir, dass die Bevölkerung von fast 100 Ländern akut bedroht ist, wenn wir auf zwei Grad zusteuern", erklärt etwa Giza Gaspar-Martins, der Vorsitzende der Gruppe der Least Developed Countries (LDC). Befürchtungen, wie die des Präsidenten des pazifischen Inselstaats Kiribati, dass „selbst das ehrgeizigste Ziel für sein Land zu spät komme“, zeigen die anscheinend noch immer nicht bewusste Dramatik des Klimawandels.

Mit der Anerkennung der alten Industriestaaten als Hauptverursacher des Klimawandels und der zukünftigen Mitverantwortung der Schwellenländer ist es erstmals gelungen, die bisher scharfe Trennung zwischen entwickelten Staaten und Entwicklungsländern zu überwinden. Die Industriestaaten haben schon in Kopenhagen versprochen, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für den Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitzustellen. Die Finanzierung von „Schäden und Verlusten“ und die Dotierung des „Green Climate Fund“  sind die finanziellen Zusagen, um die vom Klimawandel bedrohte Regionen abzusichern und ihre Energieversorgung nachhaltig umzustellen. Die ärmeren Staaten haben somit erreicht, dass gleich viele Mittel für Anpassung und Energie locker gemacht werden sollen.

Auf den Punkt gebracht sagte die südafrikanische Umweltministerin Edna Molewa, die für eine Gruppe von mehr als 130 Entwicklungs- und Schwellenländern einschließlich Chinas sprach, nach der Beschlussfassung: „Der Text, den wir vor uns haben, ist nicht perfekt, aber wir glauben, dass er eine solide Basis darstellt, von der wir unser verstärktes Handeln mit neuer Entschlossenheit beginnen können.“ Die COP21 hat laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bewiesen, „dass nationalen Interessen am besten gedient ist, indem man im internationalen Interesse handelt.“

>>> Das Klimaabkommen

 

 

20. Mai 2015 - Besuch von AWEPA International Vorsitzender Miet Smet

© Windbüchler-Souschill

Im Rahmen eines Besuchs der Vorsitzenden des Exekutivkomitees von AWEPA International, Minister of State Ms. Miet Smet, wurde u. a. auch eine AWEPA Sitzung im österreichischen Parlament abgehalten. Ms. Smet erläuterte in der Sitzung den anwesenden Mitgliedern der AWEPA Sektion Österreich die Struktur und die laufenden Programme von AWEPA, sowie zukünftige Planung und Überlegungen seitens der Assoziation.

In den vergangenen 30 Jahren ist es zu zahlreichen positiven Veränderungen in Bezug auf Demokratisierung in afrikanischen Ländern gekommen. Dennoch gibt es noch viele Aspekte, in denen die Programme und Kooperationen von AWEPA mit den jeweiligen Partnern die parlamentarische Demokratie stärken und festigen, so Smet. In dieser Hinsicht hofft sie auf aktive Unterstützung und Zusammenarbeit vieler Parlamentarier_innen aus Afrika und Europa.

Foto: v.l.n.r. Abg.z.NR Windbüchler-Souschill, Abg.z.NR Pirklhuber, Miet Smet, Abg.z.NR Bayr, Abg.z.NR a.D. Jäger, Abg.z.NR Kucharowits (nicht im Bild aber bei der Sitzung anwesend Abg.z.NR Huainigg, Abg.z.NR Hübner, Abg.z.NR Muttonen)

 

 

Konferenz zum 30-jährigen Bestehen von AWEPA in Midrand, Südafrika.

© Kepplinger

Das Ziel des Treffens am 2. und 3. Oktober 2014 war es, den "afrikanisch-europäischen parlamentarischen Dialog über Migration und Entwicklung" zu gestalten. Migration und Mobilität beinhalten Herausforderungen und Chancen für Entwicklung. Es wurden Strategien entwickelt, wie man die positiven Auswirkungen der Migration auf Entwicklung maximieren kann, und es wurde darüber diskutiert, welche Rolle Parlamentarier_innen in diesem Prozess einnehmen.

>>> Final Communiqué zum Thema "Managing Migration for Development" 

Während der 2-tägigen Konferenz wurden aber auch zahlreiche weitere Themen im formellen und informellen Rahmen diskutiert. Für die AWEPA Sektion Österreich nahmen die Vorsitzende sowie die stellvtr. Vorsitzende, Abg.z.NR Petra Bayr und Abg.z.NR Tanja Windbüchler-Souschill, an der Konferenz teil.

Abg.z.NR Petra Bayr wurde in das oberste Steuerungsgremium von AWEPA, das Executive Committee, gewählt und ist somit die nächsten fünf Jahre auch stellvertretende Vorsitzende von AWEPA International.

Weitere von österreichischen Abgeordneten besetzte Positionen bei AWEPA sind: Tanja Windbüchler-Souschill gehört gemeinsam mit Petra Bayr dem Governing Council, dem zweithöchsten Gremium bei AWEPA International, an. Claudia Durchschlag ist Senior Parliamentary Advisor (SPA) für das AWEPA Development Effectiveness Program, Wolfgang Pirklhuber fungiert als SPA für das AWEPA MDG Program. 

 

 

25. März 2014 - V. Generalversammlung der AWEPA Sektion Österreich

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Bei der V. Generalversammlung der AWEPA Sektion im österreichischen Parlament wurden einstimmig neue Vorsitzende gewählt. AWEPA Sektion Österreich Vorsitzende bleibt Abg.z.NR Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. Ihre Stellvertreter_innen sind Abg.z.NR Franz-Joseph Huainigg, Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP, und Abg.z.NR Tanja Windbüchler-Souschill, Sprecherin für Außen- und Entwicklungspolitik der Grünen.

 

 

© Parlamentarischer NordSüdDialog 2014

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